USA MEETS GERMANY

Bericht

Als wir am Abend des Wochenendes USA MEETS GERMANY den ganzen Kram wieder im Auto verstaut hatten, lautete unser Fazit: "Super anstrengend, aber auch super schön."

Am Freitag, den 28.02.03 trafen 16 amerikanische Gäste im Rahmen ihrer Europaturnee von Western Heart Promotion in Berlin ein. Unmittelbar nach ihrer Ankunft erfuhren wir, dass ein Musiker der Tour (Tom Cunningham) leider von einer Katze in den Arm gebissen wurde und mit einer schweren Blutvergiftung in der Charité in Berlin lag. Gott sei Dank geht es ihm inzwischen wieder besser (die Ärzte hatten bereits diskutiert, den Arm abzunehmen). Trotz dieses Vorfalls gestaltete sich die Begrüßung äußerst herzlich. Die Künstler fühlten sich im Little Opry Saloon wie zu Hause.

Gegen 19.00 Uhr sollte es nun endlich losgehen und unser Blutdruck stieg mit jeder Minute, denn für DJ Woelckchen und DJ Tex bedeutete der Abend zum ersten Mal eine gemeinsame Moderation in Deutsch und Englisch. Außerdem mussten am Nachmittag noch zahlreiche technische Probleme wie fehlende Gitarrenverstärker, unterschiedliche Netzspannungen und fehlende Anschlusskabel gelöst werden.

Punkt 19.00 Uhr füllte sich dann auch der Saal mit vielen Besuchern, die es gar nicht abwarten konnten, endlich die amerikanischen Künstler live zu erleben. Trotz einiger Tonprobleme am Freitag kann man sagen: Der Abend wurde ein voller Erfolg.

Das Duo Hart & Soul, Pamela Anton, Robin Right, Troy Lee Combs, Stevie Cee, David Cline, Keith Magel, Andy Rivers, Bill Dawg Moore, Butch Carrie und Ted Snyder bewiesen (teilweise mit Halbplayback, teilweise mit Begleitmusikern), mit welch einfachen Mitteln man doch gute und überzeugende Countrymusic machen kann. Das Spektrum der gebotenen Songs reichte vom Cowboy Yodel, über Texas Swing bis zum New Country. Schnelle tanzbare Songs wechselten sich mit gefühlvollen Balladen ab. Sowohl die Gäste als auch die Musiker waren am Ende des Abends begeistert, wie auch der stets belagerte Verkaufsstand mit Tonträgern und Promotionmaterial bewies.

Nach dem wir am Samstag mit Teilen des Ensembles eine Stadtrundfahrt durch Berlin organisiert hatten (die Amerikaner waren besonders von Orten wie dem Checkpoint Charlie und dem Ku'damm fasziniert) gab es am Abend die zweite Auflage ihres Auftritts.

 

Auch diese Veranstaltung war ausverkauft. Dank tatkräftiger Unterstützung durch DJ Bronco konnten auch die Tonprobleme des Freitags durch Organisieren einer neuen PA gemeistert werden. DJ Marvin und DJ Tyxi sorgten am gesamten Wochenende für das richtige Licht auf der Bühne. Und auch dieser Abend wurde ein Riesenerfolg.

Am Sonntag gab es dann eine Abschiedsmatinee, zu der einige Musiker der Berliner und Brandenburger Szene sowie ein Pressevertreter des Countryfreundes erschienen waren. Trotz mehrmaliger Zusendung von Pressemitteilungen und Einladungen an diverse Musiker war die Resonanz hier eher schwach. Insbesondere die Vertreter der Tageszeitungen glänzten wieder einmal durch Abwesenheit. Dabei wäre diese Veranstaltung besonders geeignet gewesen, das Bild der Countryszene in der Öffentlichkeit zurecht zu rücken. Schade...

Der Abschied am Sonntagabend fiel sehr schwer, aber dies war mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung mit Western Heart Promotion im Little Opry Saloon, wie der Manager Gary Bradshaw versicherte. Bereits in diesem Jahr planen einige Künstler im Rahmen von Europaauftritten noch einmal im Little Opry Saloon vorbeizuschauen. Einzelheiten zu den mitwirkenden Künstlern findet Ihr auf der Teilnehmerliste.

Country Music Entertainment, Western Heart Promotion und Country Special Radio Berlin bedanken sich an dieser Stelle bei allen helfenden Händen, die dieses einzigartige Wochenende möglich gemacht haben.