
Country Music Messe 2004
aus der Sicht von DJ Woelckchen und DJ Bronco
Vom 06.02.2004 bis 08.02.2004 fand im Fontanehaus im Märkischen Viertel in Berlin die alljährliche Country Music Messe - veranstaltet von American Tie GbR - statt.
Natürlich haben auch wir uns nicht die Country Music Messe 2004 entgehen lassen. Diese Messe ist mittlerweile Tradition für viele Countryfans und wahrscheinlich auch der Auftakt zur nächsten Saison.
An der Kasse mussten wir nicht lange anstehen, so daß wir also schnell unsere Wochenendkarte für 20,00 EUR pro Person in der Hand hatten. Schon am Eingang trafen wir viele bekannte Gesichter. Schnell die Jacken abgegeben und den altbewährten Rundgang durch die Messe gemacht. Aufgefallen ist uns, daß dieses Jahr nicht ganz so viele Stände vorhanden waren. Dieses tat aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, so war alles nicht mehr ganz so eng und man musste sich nicht kuschelnder Weise durch die Gänge drängeln.
Im Eingangsbereich wurden wir gleich von Wolfgang Retzlaff an seinem Western Mail-Stand begrüßt. Dort gab es u. a. Pins, eine limitierte Auflage des Western Mail-Trucks, Schneeglocken und natürlich die Western Mail zu kaufen. Weiter ging es dann an diversen Ständen wie z. B. von Larry Schuba & Western Union, Rubber Duck etc. vorbei in Richtung TMO-Bühne. Dort klang aus den Lautsprecherboxen good old time country music. Keine Frage: Hier war Mike Strauß in Zusammenarbeit mit der Tontechnikfirma Sound Herz zugange. Mike hatte - wie immer - die richtige Musikauswahl getroffen. Abgerundet von seiner professionellen Moderation kam man gleich in die richtige "Countrystimmung".
Weiter ging es dann an weiteren Ständen von Paul Mateki, Country Rose, Flying R & R, Mannes T-Shirtstand, Westernassesoires, Doug Adkins & One More Ride, Fred Heyden, Mike Strauß & Pick Up zusammen mit Bobby More usw. weiter.
Die Stände waren liebevoll dekoriert und jeder hatte gute Laune. Die Luft in diesem Bereich war sehr angenehm. Auch für das leibliche wohl in Form von Hot Dogs wurde gedacht.
Im unteren Bereich des Fontanehauses war dann noch der Stand von Jack Daniels und der Earthwood Family. Hier konnten auch die Raucher für die dementsprechende drückende Luft sorgen...
Als wir im Saal ankamen, spielten gerade Cactus Jack. DJ Marion und Ihre "Jungs" sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Sie überzeugten durch gekonnte Instrumentalität und der sagenhaften Stimme von Marion.
DJ Marion führte - so wie bereits in den letzten Jahren - im Saal durch das Programm. Sie hatte wieder für jeden Countryfan die richtige Musik in ihrem Köfferchen. Der Saal war stets gut besucht und die Tanzfläche wurde den Two-Steppern und Linedancern voll ausgenutzt.
Nunmehr zog es uns in das Bluebird Café. Dort spielten gerade Doreen & Maik Wolter, California Fog und weitere Künstler. Hier konnte man handgemachte Country- & Folkmusik zum Zuhören bewundern. Doreen, Maik und California Fog harmonierten mit ihren Stimmen und Instrumentalen wunderbar miteinander. Das Bluebird Café war liebevoll eingerichtet: Auf den Tischen standen Blümchen und zum Knabbern gab es auch was. Wenn die Schüsseln leer waren, wurden diese sofort wieder aufgefüllt.
Alle drei Tage waren wirklich bestens organisiert, es gab keinen Ärger und die Stimmung war zu jeder Zeit auf Hochtouren. Es war dieses Jahr unheimlich interessant, auch einmal andere Bands als in den Vorjahren hier in Berlin begrüßen zu dürfen und ihren Auftritten zuzuschauen.
Wir haben uns sehr viele Bands angehört, jedoch würde es den Rahmen sprengen, alle hier namentlich zu erwähnen. Alle haben sich wirklich große Mühe gegeben und jede Band hatte ein interessanten und vielseitiges Programm im Gepäck.
Am Sonntagabend folgte dann die CMM-Goodbye-Session. Hier wurde von den noch vielen anwesenden Musikern die CD zur Country Music Messe 2004 "Thank You Bands, Thank You Fans" vorgestellt. Diese CD ist für 6,99 EUR bei American Tie GbR zu bestellen. Ein tolles Andenken an eine wirklich sagenhafte Veranstaltung.
Ende dieser Woche werden wir zu diesem Bericht noch Fotos veröffentlichen. Solltet auch Ihr Fotos haben, dann könnt Ihr uns diese gerne zuschicken.
Allabendlich ging es dann natürlich noch in den American Western Saloon, um den Tag langsam gemütlich bei Smalltalk und guter Countrymucke aller Richtungen ausklingen zu lassen.
Am Freitagabend konnte man beispielsweise die Earthwood Family live erleben. Die Earthwood Family - vier gestandene Männer jüngeren Alters *grins* - spielten sowohl eigene als auch Coversongs in ihrer altbewährten guten Art und Weise. Mit lockeren Sprüchen und guter Songauswahl hielten sie das Publikum im Western Saloon.
Nach dem Auftritt der Earthwood Family folgte dann Mike Strauß zusammen mit verschiedenen Sängern aus den USA. Bewundernswert war wieder einmal, wie Mike Strauß & Pick Up sich auf die unterschiedlichen Stile einstellen können.
Am Samstagabend (im American Western Saloon) kamen wir dann in den Genuß von Pullmann-Gitty (auch hier erfolgt demnächst eine Vorstellung auf unserer Page). Sie ist - wie sie selbst von sich sagt - "das bayerische Cowgirl". Mit viel Power und Entertainment heizte sie das Publikum an. Nach ihr folgten dann die legendären Thompson Brothers. Bereits bei der Anmoderation durch Frank Lange (Betreiber des American Western Saloons) schien der Saloon aus allen Nähten zu platzen.
Die beiden brachten akkustische Musik in einer Art und Weise, das man denken konnte, es steht eine komplette Band auf der Bühne. Sie spielten Songs, die unter die Haut gingen, aber auch Songs bei denen das Tanzbein nicht stillstehen konnte.
Am Sonntagabend trat dann Paul Mateki im AWS auf. Paul ist mittlerweile sowohl in Europa als auch in Australien und Amerika ein Begriff für No. 1 Hits der Countrymusic. Er schafft es immer wieder, mit seinen Songs unter den ersten 10 Platzierten der Independentcharts zu gelangen. An diesem Abend stellte er seine eigenen Songs vor. Aber auch Coversongs wie "Oh Lonesome Me" brachte er in seinem eigenen typisch texanischen Stil. Er kann sich gut auf das Publikum einstellen, so daß jeder Countryfan zu seinem Musikgeschmack kam.
Nach Paul Mateki folgte dann als krönender Abschluß die Berliner Countryband "Boots On Fire". Diese Band ist mittlerweile ein fester Bestandteil der deutschen Countryszene. Sowohl gesanglich als auch instrumental sorgten sie für einen tollen Ausklang der Countrymusicmesse 2004.
An allen drei Tagen war der Saloon sehr gut besucht. Das ist aber auch kein Wunder. Der im Westernstil eingerichtete Saloon lädt regelrecht zu einem Countryabend ein. Nette und aufmerksame Bedienungen, gutes Essen und eine große Auswahl an Getränken sowie der guten Countrymusic lassen jedes Countryherz höher schlagen.
Für uns steht auf jeden Fall fest, daß wir jetzt öfters im American Western Saloon zu Gast sein werden.
Mit einer Träne im Auge ist nun auch diese Country Music Messe 2004 zu Ende. Aber einen Trost haben wir: Noch ein Jahr bis es wieder heißt: Herzlich willkommen auf der 10. Country Music Messe 2005 in Berlin.