Hier haben wir ein Interview von Mike Marasch erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle. Es handelt sich um die neue CD von LAY D. DAGMAR:

 

LAY D. „Let it be me“

Tracklist:

 

1.                  Go to the limit

2.                  Walking away

3.                  Here we come – here we go

4.                  Let it be me

5.                  You’re so vain

6.                  Wild Water

7.                  I’m telling you

8.                  Coming home

9.                  That don’t impress me much

10.               How many heartaches

11.               Stand by your man

12.               Some call it lovin‘

13.               Sticks and stones

14.               Sometimes

 

Interview mit LAY D. DAGMAR

Hallo Dagmar, danke daß Du Dir Zeit genommen hast. Es war nicht so einfach einen Termin mit Dir zu bekommen, aber als ich dann gesagt hab „Let it be me" ging doch alles sehr schnell.

Dagmar:

Ja, das war ein gutes Stichwort, denn im Moment dreht sich alles um meine neue 16. CD und die heißt „Let it be me". Ich bin sehr stolz auf die 2. internationale Veröffentlichung in meiner Karriere. Wobei international in diesem Fall in erster Linie englischsprachig heißt, denn mit allen meinen anderen Alben war ich bisher auch schon im gesamten deutschsprachigen europäischen Raum präsent......

Aber erst mal Stop an dieser Stelle........ ich meine .... Lay D. Deine Begeisterung in Ehren, aber erst mal müssen wir was gegen die Verwirrung tun. LAY D. steht auf dem Cover, aber Dagmar ist offensichtlich drin. Englische Songs sind Deine Fans ja von Dir gewöhnt, aber willst Du sie jetzt mit dem Namen aufs Glatteis führen?

Lay D.:

Nein, nein.... Du sagst es, jeder sagt es doch schon lange so .... „Lay D. Dagmar", obwohl mein Künstlername eigentlich "DAGMAR – The Lady" oder DAGMAR „The Lady of Country" war. Von Glatteis kann also keine Rede sein, eher von geglättet. LAY D. ist nur eine Abkürzung. Darüber hinaus hat sich nichts geändert. Wo Lay D. draufsteht, ist Dagmar drin. Ein Blick aufs Cover genügt.

Geschickt eingefädelt. So, und was hat Lay D. nun veranlasst, ein zweites komplett englisches Album einzusingen?

Lay D.:

Herausforderung !!! Grenzen überschreiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Begonnen hat alles mit meiner CD „American Style – Lady‘s Best" vor zwei Jahren. („Hast Du‘s gemerkt, damals fing’s mit „Lady’s..." an?" Lay D. lächelt verschmitzt.) Man erreicht sehr viel, wenn man mit vollem Herzen dabei ist – es ging alles wie von selbst: Resonanzen kamen aus England, Holland, Belgien, Frankreich, Dänemark, Schweiz und sogar den USA. Man hat meiner Musik so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das war sicher auch eine Art Eintrittskarte für die großen europäischen Bühnen. Denk nur mal an Albisgütli im vergangenen Jahr, und - ich glaube auch – ein Silkeborg/Dänemark mit Pam Tillis und Suzy Bogguss in diesem Jahr wären ohne diesen Tonträger nicht möglich geworden. In der Schweiz bin ich dieses Jahr auf allen großen Festivals dabei. Da meine Plattenfirma Tyrolis voll hinter mir steht, hatte ich die Möglichkeit „meine" Songs aufzunehmen.

Man könnte auch meinen, Du willst jetzt mit Gewalt Erfolg haben und berühmt werden.

Lay D.:

Wenn Du nur etwas tust um berühmt zu werden, machst Du etwas falsch. Ich glaube das funktioniert auch gar nicht. Musik ist mein Leben und ich gehe meinen Weg. Wenn der erfolgreich ist – um so schöner...... – aber als berühmt würde ich mich nicht bezeichnen.....

Zurück zur Longplay. Der Titel „Let it be me" ist einer der großen Everly’s Klassiker. Eine Reminiszenz an die Zeit?

Lay D.:

In erster Linie ein wunderschönes Liebeslied. Soviel ich weiß, der erste Everly Brothers Titel, auf dem Geigen eine Rolle spielten. Und wie geschaffen dafür , dass mir Susanne (Schäfer), die zu meiner Live-Band Music-Family gehört, direkt auf meine Stimmbänder singt.

Das hört sich ja niedlich an, auf meine Stimmbänder singt ???

LAY D. lacht:

Ja, das hat auch seinen Grund, wenn ich das sage, denn wenn Susanne die zweite Stimme auf der Bühne singt und ich schlucke, dann schluckt sie auch. Wenn ich mich räuspere, dann tut sie´s auch. Sie ist perfekt. Sie ist übrigens auch eine tolle Solistin und singe die Chöre im Tonstudio.

Rechtzeitig zum 60. Geburtstag der Singer/Songwriterin Carly Simon eine Remake von „You’re so vain". War das so geplant?

Lay D.:

Ich bin nicht so bewandert in Biographien wie ihr Journalisten. Nein, ich habe so viele Lieder, die mich an meine Vergangenheit erinnern, nicht nur an meine musikalische. „Your so vain" habe ich schon als Teenager gesungen, als ich noch für Comercial Entertainment bei den Soldaten in den Amerikanischen Clubs mit meiner Band - Formation „DAGMAR and Westwind" unterwegs war. Und es ist wie eine Befreiung, wenn ich jetzt die Möglichkeit bekomme, diese Titel aufzunehmen.

Überrascht stell ich fest, dass Du wieder eine Weltpremiere präsentierst. Der Platinhit der österreichischen Seer „Wildes Wasser" wird zu „Wild Water" und findet so einen Weg über den Weißwurst-Äquator .

Lay D.:

Ein Dankeschön an meinen Plattenboss Christian Rasinger, der das Original in österreichisch unter Vertrag hat. Eine Herausforderung - Austrian Country !!

Einige Songs, sind von Deiner letzten deutschen Veröffentlichung „Ich geh meinen Weg" übernommen worden. Gott sei Dank auch Dein eigenes Werk, der Titelsong selbst, der jetzt als „Here we come – here we go" losrockt. Genau diese Power wünsch ich Dir für „Deinen Weg".

Lay D.:

Oh, das ist aber sehr lieb! Ich mache das, was ich machen möchte und das mach ich konsequent. Übrigens bin ich sehr stolz auf den Text, denn diesen hat kein geringerer als Timothy Touchton, der schon seit vielen Jahren Lieder für mich in englischer Sprache schreibt oder übersetzt, für mich verfasst. Timothy ist einer der ganz Erfolgreichen. Er hat Welterfolge getextet. Z.B. „Sail away" – das kennt sicher Jeder aus der Becks-Bier Werbung, „Blue night shaddow" und u. a. alle drei englischen CD´s der Münchner Freiheit.

Er ist ja nicht der einzigste Amerikaner, der an diesem Album beteiligt ist....

LAY D:

Nein nein - ich habe mit der Single – Auskopplung, dem Blues „Es wird Zeit dass ich geh" – „Walking away", ein Duett mit dem US – Amerikaner DON JENSEN bereits grosse Erfolge zu verzeichnen und die Promotion – Aktivitäten sind noch in vollem Gange. – Und das Album wurde von Ron Reid Gardner / USA produziert – die amerikanische Handschrift kann man hören.

Und Dein persönliches Highlight in diesem Jahr?

Lay D.:

Spontan sollte ich eigentlich sagen, mein Auftritt mit den US-Superstars Pam Tillis und Suzy Boguss im August in Silkeborg/Dänemark. Aber das würde den anderen Festivals nicht gerecht werden. Gib mir ein Publikum, ich geh raus und mach meine Musik. Alles Highlights!!

Es gibt sicher Vieles, was Deine Fans interessiert. Bist Du einverstanden, wenn ich Dir jeweils ein Stichwort nenne und Du ganz kurz darauf antwortest ?

Lay D.:

OK – ich bin bereit !!!

Nashville ?

Lay D.:

Ich war schon öfters da – meine zweite Longplay wurde in Nashville produziert.

American Country-Stars ?

Lay D.:

Hast Du mal ne halbe Stunde Zeit – ich habe so viel zu erzählen…

LAY D. lacht....

OK – also ich hatte die Ehre viele Stars persönlich kennen zu lernen und sogar mit einigen aufzutreten. Z. B. Garth Brooks – Alan Jackson - Johnny Cash – Waylon Jennings – Willie Nelson – Kris Kristofferson – Emmilou Harris – Bellamy Brothers – Suzy Bogguss – Bobby Bare – Dan Seals – Holly Dunn ……und mit Dolly Parton habe ich stundenlang telefoniert.

Beantwortest Du auch persönliche Fragen?

Lay D.:

Kommt drauf an – probiers mal !

 

Welches Auto fährt LAY D.?

Lay D.:

Einen schwarzen Chrysler Voyager und einen roten Sportflitzer.

Hobby´s ?

Lay D.:

Motorrad fahren !

Hast Du eine Ausbildung ?

Lay D.:

Ja, ich bin Bankkauffrau und habe 10 Jahre auf der Bank gearbeitet. Musikalisch habe ich eine Gesangsausbildung.

Noch ein bisschen Philosophie gefällig? Hast Du ein Motto parat, nachdem Du Dich auch selbst richtest?

Lay D.:

Was immer auch geschieht – es ist ein Geschenk des Lebens. Die Liebe ist die stärkste Macht.

Danke für die offenen Worte, Lay D. Hab ich eigentlich mit der gleichen Frau gesprochen, die auf der Bühne zu bewundern ist?

Lay D.:

Da kannst Du aber sicher sein! Es gibt nur Eine, das ist mein Weg!

Juni 2005

© LAY D. DAGMAR

zum honorarfreiem Abdruck freigegeben