Delphine helfen Kinder -
Der kleine Schritt zum großen Erfolg

Delphintherapie in Mundomar-Benidorm (Spanien)

Eine Delphintherapie ist keine Wundertherapie. Sie kann keine Krankheiten heilen. Sie kann nur als unterstützende Therapie zusammen mit anderen Therapien gesehen werden. Der Erfolg der Therapie liegt hauptsächlich an der Art und Weise wie die Therapie durchgeführt wird. Die delphinassistierte Therapie ist eine ganzheitliche Therapie, sie ist sowohl Psychobewegungstherapie, Aquatherapie und Familientherapie.

Der Schattenkinder e.V. wird in Zukunft mit einem in Benidorm (Spanien) gelegenen Freizeitpark namens "Mundomar" zusammenarbeiten. Dort wird eine delphinassistierte Therapie unter der Leitung des gelernten Psychologen, Physiotherapeuten und Tauchlehrers Branko J. Weitzmann angeboten.

Unser erstes "Delphinkind", interner Link Janine Carter aus Kassel, tritt am 19.05.2004 dank vieler Spender ihre erste Delphintherapie in Mundomar an. interner Link Hier geht es zu den Bildern von Janines Delphintherapie.

Auch Annaliza hat nun ihre erste Delphintherapie hinter sich und interner Link hier ist der Bericht und ein paar Bilder davon, wie es war.

Wir sind auch weiterhin auf Spenden angewiesen, damit wir unseren Kindern interner Link Nadine, interner Link Annaliza, interner Link Lukas und interner Link Jaqueline auch diese Therapie ermöglichen können.

Bei welchen Erkrankungen ist die Delphintherapie besonders förderlich?

Autismus, Down Syndrom, Zerebralparese, terminale Krankheiten, Depressionen, Gewaltopfer, Spina biffida, Anorexie, Blindheit, Taubheit, Muskeldystrophie, Rettsyndrom, ADS, Teilleistungsstörungen und Legasthenie.

Kontraindiziert sind alle ansteckenden Krankheiten, Schizophrenie im akuten Zustand, epileptische Anfälle im akuten Stadium und offene Wunden. Das Kind darf keine Angst vor Wasser (Wasserphobie) und fremden Menschen haben, muss schlucken können und den Kopf kontrollieren können.

Wirkung der Delphintherapie

1. neuromotorisch
Tonusregulierung:
Die Stimulation durch die dreidimensionale Bewegung im Wasser mit dem Delphin wirkt sich positiv auf den Muskeltonus aus. Angespannte Muskulatur wird fühlbar und meßbar gelockert, Muskulatur mit zu schwacher Spannung wird tonisiert.

Mundmotorik:

Durch die Tonusregulierung der Mundmuskulatur werden Mundschluß und Schlucken ermöglicht, Laut- und Stimmbildung lassen sich entwickeln und logopädisch fördern.

Gleichgewicht:
Das Interagieren im Wasser mit dem Delphin, der schnell Stellungswechsel des Kopfes zum Delphin hin in Kombination mit der fast-Schwerelosigkeit im Wasser, schult die Reaktionsfähigkeit und die Koordinationsleistung des gesamten Bewegungsapparates, und gleichzeitig findet eine intensive Stimulation des Gleichgewichts statt.

Rhyhtmus:
Das Wiederholen korrigierter Bewegungsmuster im Wasser ist Vorraussetzung für das Einüben, Stabilisieren und schließlich Automatisieren von Bewegungen.

Symmetrie:
Über die rhytmische Bewegungen beim Schwimmen wird die Symetrie gefördert, denn fast alle neurologische Bewegungsstörungen sind seitenbetont.

Aufrichtung:
Die Bewegungsimpulse des Wassers und des Delphines werden auf das Kind übertragen und bewirken über die Bewegung der Beine und Arme eine Streckung der Wirbelsäule. Diese physiologische Rumpfhaltung ist Vorraussetzung für die Entwicklung funktionsgerechter Beweglichkeit und Atmung.

Gangschulung:
Die Schwerelosigkeit des Körpers im Wasser ermöglicht die Einübung physiologischer Bewegungsmuster zur Förderung der Gangschulung.

Mobilisation der Gelenke:
Das rythmische Bewegen im Wasser, das Greifen nach dem Delphin und das Festhalten an dem Delphin reguliert den Muskeltonus und führt zur Mobilisation funktionell eingeschränkter Gelenke.

2. sensomotorisch
Körperwahrnehmung:
Über die Ganzkörperbewegung der Kindes bei der Delphintherapie und die permanente Stimulation der Gleichgewichtsorgane wird sensomotorisches Lernen angebahnt. Die Wahrnehmung und das Körperbewußtsein werden durch Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken erweitert.

Raumlagebewußtsein:
Durch die ständige Bewegung des Kindes und der Delphine im Wasser wird das Gleichgewichtsorgan stimuliert und so das Raumlagebewußtsein erweitert. Hierdurch wird auch die Bewegungsplanung, Reaktionfähigeit und Geschicklichkeit geschult.

Tiefensensibilität:
Durch die Berührung Kind-Delphin und Delphin-Kind wird im Kontaktbereich die Wahrnehmung gefördert. Die Reizangebote werden durch gleichzeitige Wärmeübertragung des Wassers verstärkt.

3. psychomotorisch
Körpervertrauen:
Der Abbau von Bewegungsangst im Wasser und am Delphin ist Vorraussetzung für das motorische Lernen. Das Vertrauen in den eigenen Körper und den Delphin steigert die Lernfähigkeit. Davon positiv betroffen sind Verhalten und Sozialkontakte des Kindes.

Persönlichkeitsentwicklung:
Der Patient muß in das Behandlungsgeschehen mental mit einbezogen werden. Dadurch wird die Konzentration gestärkt, die Persönlichkeit und das Selbstbewußtsein entwickelt, und die Lebensqualität erhöht.

Beziehungsfähigkeit:
Die Kommunikationsfähigkeit des Kindes mit dem Delphin bewirkt eine sehr hohe Motivation und Lebensfreude, und dadurch den maximalen Behandlungserfolg.

Therapieablauf Mundomar/ Benidorm – Spanien

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Delphintherapie zu gestalten. Die Art, die sich in MUNDOMAR aufgrund der Delphine, der Erfahrung und der Infrastruktur am erfolgreichsten erwiesen hat, ist folgende:

Nach Begutachtung der medizinischen Unterlagen des Kindes werden Schwerpunkte der Behandlung wie z.B. die Verbesserung der Motorik oder Sprache festgelegt. Fortschritte des Kindes und Verhalten der Delphine während der Therapie mit Delphinen werden täglich dokumentiert und nach der Therapie ausgewertet. Am Ende der Therapieeinheit wird eine Zusammenfassung über den Verlauf und die Ergebnisse der Behandlung angefertigt.

Die Therapieeinheit selbst dauert dreißig Minuten. Die erste und zweite Einheit wird zur Orientierung genutzt. Neue Sinneseindrücke wie die neue Umgebung, Gerüche, Geräusche und Geschmäcker verwirren die Kinder und sie müssen sich behutsam daran gewöhnen.
Oft sind die Kinder in der 1. und 2. Stunde gar nicht im Wasser, sondern wandern im Delphinarium umher oder sitzen am Pool, um sich an das neue Umfeld zu gewöhnen und um die Delphine an das Kind zu gewöhnen. Das Vertrauen zwischen Patient und Therapeut wird in dieser Phase gestärkt. In den folgenden Einheiten geht das Kind zuerst 5-10 min. ins Wasser, um mit den Delphinen zu interagieren und um durch die Ultrabeschallung der Delphine in einen Zustand zu gelangen, der einer Meditation ähnlich ist. Hierbei werden im Gehirn Wellen gemessen, die auch kurz vor und nach dem Einschlafen gemessen werden können. In diesem Zustand ist der Mensch besonders aufnahme- und lernfähig. Dieser Zustand wird genutzt, um in den folgenden 10-15 min. mit dem Kind Übungen zu machen, die seine Schwachstellen fördern. Nach erfolgreichem Beenden der Übungen geht das Kind zum Abschluß der Therapieeinheit wieder zur Belohnung ins Wasser, um mit den Delphinen zu interagieren.

Die Behandlung dauert im Ganzen normalerweise 1-2 Wochen. 2-3 Wochen zusammenhängend oder nah beieinander liegend sind empfehlenswert da die Kinder sich oft erst nach der 5. oder 6. Therapiesitzung in ihrer neuen Umgebung so richtig wohl fühlen und dann erst therapeutische Erfolge zu erzielen sind.
Samstags ist traditionell der Tag an dem ein Elternteil oder Geschwisterteil mit ins Wasser darf, wenn sie es wünschen. Diese Interaktion mit den Delphinen stärkt das Vertrauen und vertieft die Geschwisterbeziehung und die Eltern-Kind-Beziehung. Von den gesamten Aktivitäten und Fortschritten innerhalb der Behandlungswochen wird den Eltern ein kurzes Protokoll mit nach Hause gegeben. Dieses Protokoll dient als Information und Grundlage für nachfolgende Gespräche mit Ärzten, Therapeuten, Lehrern und Familienangehörigen und für den weiteren Therapieaufbau außerhalb des
Delphinariums.