Stellungnahme

zum Leserbrief von DJ Bronco,

veröffentlicht am 01.10.02 auf der Homepage http://www.csr-berlinweb.de

Zu allererst möchte ich allen aktiven Teilnehmern, Sponsoren sowie allen Gästen der Benefizveranstaltung vom 27.09.02 im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt für die großzügige Unterstützung zugunsten hochwassergeschädigter Menschen herzlich danken. Nun zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen:

1. Betreff der Absprache über die Aufteilung der eingenommenen Gelder vom 27.09.02, unter anderem auch zugunsten der Aktion "Countryszene in Berlin hilft" (im folgenden "CSBh" genannt), stelle ich fest, dass ich anlässlich eines Treffens der Interessengemeinschaft CSBh am 17.09.02 folgende Punkte als Vorraussetzung für die Zurverfügungstellung anteiliger Einnahmen genannt habe:

a) eine eindeutige Nutzungsvereinbarung für einen Raum zur Durchführung der von CSBh geplanten Weihnachtsfeier zugunsten von ca. 900 Personen (300 Kinder + zugehörige Eltern)

b) eine eindeutige Vereinbarung über geeignete Transportmöglichkeiten für diese ca. 900 Personen aus der Elbregion nach Berlin und retour.

Von diesen beiden Punkten habe ich in unzweideutiger Weise meine Unterstützung dieser Interessengemeinschaft abhängig gemacht, um den Schirmherren dieser Veranstaltung vom 27.09.02, Prof. Dr. Stölzl MdA sowie dem Vertreter des Country Circle eine eindeutige und zweckmäßige Verwendung der Spendengelder darlegen zu können.

Bis 30 min. vor meinen Treffen mit Prof. Dr. Stölzl am 20.09.02 wurde mir von der Erfüllung dieser beiden Forderungen nichts zur Kenntnis gebracht, so dass ich den Verwendungszweck zugunsten der vom Hochwasser betroffenen Ranchanlage "Western Inn" und einer Weihnachtsfeier für die Kinder der Flutopfer am 15.12.02, beides in Scharfenberg, als alleiniger Nutznießer geändert habe. Diese gute Idee zu diesem Verwendungszweck entstand aufgrund einer Initiative von Eveline Hanke und der "Chattahoochee Dancers" aus Berlin. Diese Idee und diese Entscheidung waren richtig.

2. Die Verlosung wurde aufgrund erheblicher Programmverzögerungen nicht öffentlich auf der Bühne, sondern durch den Leiter des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt, Klaus Uhlmann, durchgeführt, der sich für die ordnungsgemäße Abwicklung der Ziehung verbürgt.

3. Die Beschuldigung, ich hätte innerhalb der Interessengemeinschaft CSBh meine Ideen nicht durchsetzen können und daher den Verwendungszweck der Benefizveranstaltung geändert, ist falsch. Vielmehr sah sich CSBh bisher nicht in der Lage, die Bedingungen für eine ordnungsgemäße Durchführung der von ihnen geplanten Hilfsaktion zu gewährleisten.

Ich empfinde es als eine gute Tradition und Verpflichtung, aus Benefizveranstaltungen stammende Einnahmen eindeutig definierten und nachvollziehbaren Nutzungen zukommen zu lassen.

Daher erwies es sich für mich in diesem Fall als unumgänglich, einer zwar gut gemeinten aber, nach gegenwärtigen Kenntnisstand nicht realisierbaren Hilfsaktion Gelder zukommen zu lassen, deren weiterer Verbleib im Falle eines Nichtstattfindens der geplanten Veranstaltung zumindest ungeklärt war.

Sollte es trotzdem zur Durchführung der von CSBh geplanten Veranstaltung kommen, würde mich dies im Interesse der Betroffenen natürlich sehr freuen. Nichts desto trotz wünsche ich CSBh und allen anderen Countryfans, die in Notlagen uneigennützig helfen möchten, auch für die Zukunft viel Erfolg.

Berlin, den 10.10.02 Peter Schmidt

P.S. Auch dem Initiator dieser Veranstaltung sei es gestattet, seine persönliche Meinung zu äußern. Der Sinn und Zweck dieser Veranstaltungen ist es, Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind und Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind, zu unterstützen.

Aber nicht um Profilierungsneurotikern eine Plattform zur Selbstbefriedigung zu erstellen. Und übrigens haben die Gäste der Benefizkonzerte zugunsten UNICEF im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt nicht nur an die Live auftretenden Künstler einen gewissen Qualitätsanspruch (siehe auch den Leserbrief von Angela Falckenberg auf Seite 18 der August 2002 Ausgabe des Bluetrain Express), sondern der große Erfolg dieser Benefizkonzerte beruht auch auf der, in der Countryszene einmaligen, glasklaren und für jeden nachvollziehbaren Abrechnung und Geldübergabe (auf der Bühne ohne jegliche Abzüge) und den überreichlichen Tombolagewinnen (ohne Nieten).

Und diese Lauterkeit und diese Leistung lassen wir uns nicht in Zweifel ziehen.

Peter Schmidt